Gründung, Geschichte und Entwicklung

Im Jahre 1882 gründeten der aus Leer / Ostfriesland stammende Johann Hermann Schulte und Nanne Christoph Bruns aus Brake / Unterweser in Papenburg die Firma SCHULTE & BRUNS.

Als erstes Schiff für gemeinsame Rechnung, laut noch vorhandenem Klarierungsbuch der Firma, lief am 20. Februar 1882 der Schoner "IMMANUEL" den Hafen Papenburg an, sozusagen das Gründungsdatum. In das Handelsregister eingetragen wurde die Firma am 18. Januar 1883.

Die Stadt an der Ems war zu jener Zeit zwar noch ein geschäftiger Ort mit langer Tradition in der Schifffahrt und im Schiffbau, jedoch war die Blütezeit Papenburgs Mitte der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts bereits überschritten.


 

 

Zu dieser Zeit waren in Papenburg noch 190 Seeschiffe beheimatet und 23 Schiffswerften sorgten für Nachschub. Mit Stolz ist in der Geschichte der Stadt vermerkt, dass im Jahre 1868 gleichzeitig 44 in Papenburg registrierte Schiffe im südamerikanischen Buenos Aires lagen.

Die bereits 1883 im preußischen Abgeordnetenhaus beginnenden Beratungen um den Bau eines Kanals vom rheinisch-westfälischen Industriegebiet - der Begriff Ruhrgebiet formte sich erst später - zur Nordsee - der spätere Dortmund-Ems-Kanal, der die Unabhängigkeit dieses Industriereviers von den holländischen und belgischen Seehäfen gewährleisten sollte, veranlassten Schulte & Bruns über die Errichtung einer Filiale in Emden, dem Quasi-Ausgangspunkt dieses Kanals mit ausreichendem Seeschiffstiefgang, nachzudenken.

1892 wurden die Gedanken in die Tat umgesetzt und Johann Hermann Schulte leitete fortan die Filiale in Emden, während Christoph Bruns weiterhin in Papenburg wirkte.

 

 

1916 kam es dann zur unvermeidlichen, aber einvernehmlichen Trennung der beiden Inhaber und Geschäfte, Schulte übernahm Emden, Bruns Papenburg. Es wurde vereinbart, dass beide jetzt völlig unabhängig voneinander geführten Geschäfte unter dem gleichen und in der Kundschaft gut eingeführten Namen SCHULTE & BRUNS firmieren durften.

Christoph Bruns nahm wenig später seinen seit den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts bei ihm beschäftigen Prokuristen Heinrich Fischer als Mitinhaber in die Firma auf. Deren Söhne Hellmuth Bruns und Karl-Heinrich (Heinz) Fischer, deren Enkel Hellmuth Bruns jr. und Klaus-Heinrich Fischer sowie Urenkel Bengt-Erik Fischer folgten dem Firmengründer nach.

Holz, hauptsächlich Schnittholz aus Skandinavien und der ehemaligen Sowjetunion war in den ersten 110 Jahren des Bestehens der Firma das Haupteinfuhr- und Umschlagsgut des Papenburger Hafens, bestimmt für namhafte deutsche Holzimporteure, insbesondere für die in Papenburg ansässigen Firmen W. Brügmann & Sohn sowie Ostermann & Scheiwe.

Haupthindernisse für das Anlaufen des Hafen Papenburgs waren der geringe und wechselnde Wasserstand der Ems sowie die Straßenbrücke bei Leerort, die Eisenbahnbrücke bei Weener und die Schleuse bei Papenburg. Dies hat sich in den letzten Jahrzehnten durch den kontinuierlichen Ausbau und die Befeuerung der Ems sowie Neu- und Umbauten von Brücken und Schleuse wesentlich verbessert.

Bengt-Erik Fischer und Klaus-Heinrich Fischer

1983, ein Jahr nach dem 100-jährigen Bestehen der Firma, erwarb Klaus-Heinrich Fischer die Firmenanteile von seinem Partner Hellmuth Bruns, der damit als Enkel des Mitbegründers ausschied. 1990 trat mit Bengt-Erik Fischer die vierte Generation in die Firma ein und wurde im Folgejahr Teilhaber derselben. Zum 15. April 2010 schied Klaus-Heinrich Fischer auch aus der Geschäftsführung aus - nach über 47 Jahren erfolgreicher Tätigkeit für das Unternehmen. Die Geschäftsführung liegt nunmehr in den Händen von Bengt-Erik Fischer.

Mit Beginn des zweiten Jahrhunderts der Firmengeschichte konnte SCHULTE & BRUNS kräftig expandieren. Ein neues Grundstück im Industriehafen Nord, der Bau von Lagerhallen sowie der Erwerb des Geländes der ehemaligen Sürken-Werft mit aufstehenden Schiffbauhallen sowie der zusätzliche Erwerb weiterer Spezialhallen lassen die Kunden und SCHULTE & BRUNS im Hafen Papenburg sozusagen an der Schnittstelle zwischen See- und Binnenwasserstraße heute über einen leistungsfähigen Betrieb mit ca. 40 ha befestigten Betriebs- und Lagergrundstücken, 1,5 km gespundeten Schiffsliegeplätzen zwischen 5,00 und 5,50 m Tiefgang sowie über ca. 40.000 qm Hallenlagerflächen verfügen.


Betriebsgelände in Papenburg

Erstmals erreichte der Gesamthafenumschlag im Jahre 2001 die Millionengrenze.

Eine moderne Flotte von Seeschiffen in der Größe zwischen 2.700 to und 10.000 to, Partikulierbinnenschiffe, See- und Binnenschiffsbefrachtung, Klarierung, Spedition, Hafenumschlag mit modernsten Geräten, Stauerei und Lagerung sowie der Handel mit Massenbaustoffen der verbundenen (siehe) Firma DEVER Baustoffhandel
GmbH & Co. KG, unterstützt von einem Team von 50 Mitarbeitern, werden auch Sie von der Flexibilität und Leistungsfähigkeit von SCHULTE & BRUNS überzeugen.



 
53°05'30" 7°22'40"
Schulte & Bruns GmbH & Co. KG
Deverhafen / Dockerhouse - D 26871 Papenburg